Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Wie funktioniert eine Ultraschalluntersuchung?
Es wird ein Gel auf die Haut aufgebracht, das eine bessere Ankopplung der Ultraschallsonde ermöglicht. Von dieser Sonde, die mit dem Ultraschallgerät verbunden ist, werden Schallwellen, die für den Menschen nicht hörbar sind, in den Körper abgegeben. Abhängig von der Beschaffenheit der Organe werden diese Schallwellen in unterschiedlicher Geschwindigkeit reflektiert (zurückgestrahlt). Daraus erstellt das Ultraschallgerät ein Schnittbild der inneren Organe. Dieses entspricht dem Prinzip des Echolotes, das in der Schifffahrt zur Beurteilung des Meeresbodens angewendet wird.
Eine Untersuchung mittels Ultraschall ist ohne jedes Risiko durchführbar und unschädlich, da lediglich, wie oben beschrieben, mittels harmloser Schallwellen die Bilder erstellt werden. Wir untersuchen mit dieser Methode 4 Bereiche des Körpers, die im Folgenden näher erläutert werden.

1.) Ultraschall der Bauchorgane (Abdomen)



Das Ultraschallbild zeigt die rechte Niere.
Links darüber erkennt man einen Teil der Leber.

 

 

 

Hier sieht man unterhalb der Leber die ovalförmige, mit
Gallenflüssigkeit gefüllte Gallenblase.

 

 

 

 


Wann wird eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane empfohlen?

Bei Schmerzen im Bauch und bei Erkrankungen von Leber, Gallenblase, Nieren, Milz, Darm oder Bauchspeicheldrüse ist eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll. Weitere Gründe für diese Untersuchung sind die Beurteilung der im Bauch liegenden Blutgefäße, Vorsorge, Tumornachsorge und andere spezielle Fragestellungen.

Ist eine Vorbereitung erforderlich?
Man sollte nüchtern in die Praxis kommen, das heißt am Morgen der Untersuchung sollte nichts gegessen und getrunken werden. Wichtige Medikamente können mit einem halben Glas kohlensäurefreiem Wasser eingenommen werden.

Welche Organe werden beurteilt?
Leber, Gallenblase, Nieren, Milz, Bauchspeicheldrüse, Bauchschlagader, Harnblase und Strukturen des Dünn- und Dickdarmes werden untersucht. Bei speziellen Fragestellungen kann eine Grobbeurteilung der Prostata des Mannes und der Eierstöcke und Gebärmutter der Frau erfolgen.

2.) Ultraschall der Schilddrüse (Thyreoidea)


Hier sieht man schmetterlingsförmig die Schilddrüse im Querschnitt. Rechts und links verläuft jeweils eine Schlagader, die das Gehirn mit Blut versorgt.

 

 

 

Wann wird die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse empfohlen?
Eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse empfiehlt sich bei Schluckbeschwerden, bei Schwellung am Hals, bei veränderten Schilddrüsenwerten im Blut, bei Schilddrüsenkrankheiten in der Familie und zur Vorsorge.

Welche Krankheiten können festgestellt werden?
Knotenbildung, Vergrößerung, unterschiedliche Formen der Schilddrüsenentzündung, die mit Über- oder Unterfunktion einhergehen können.

Ultraschall der Brustorgane (Thoraxsonographie)
Wann wird die Ultraschalluntersuchung der Brustorgane empfohlen?
Besteht der Verdacht auf Flüssigkeit zwischen Lunge und Rippenfell kann eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein.

3.) Ultraschall der Halsgefäße

Die linke Bildhälfte zeigt uns das hirnzuführende Gefäß im Querdurchmesser. Das rechte Bild zeigt ein Halsgefäß im Längsdurchmesser.

Wann wird die Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße empfohlen?
Bei Erhöhung der Cholesterinwerte oder bei Verdacht auf eine Durchblutungsstörung im Gehirn.

4.) Ultraschall der Beinvenen

Wann wird die Ultraschalluntersuchung der Beinvenen empfohlen?
Eine Ultraschalluntersuchung der Beinvenen wird bei Verdacht auf Thrombose (Gerinnselbildung in den Venen), bei Beinschwellung oder auch bei Krampfadern durchgeführt.