Die Magenspiegelung (Gastroskopie)

Wann wird die Magenspiegelung empfohlen?
Zum Beispiel bei anhaltenden Oberbauchbeschwerden, Sodbrennen, Aufstoßen, anhaltender oder häufiger Übelkeit oder bei Durchfall kann die Durchführung einer Magenspiegelung sinnvoll sein.

Ist eine Vorbereitung notwendig?
Bei einer Magenspiegelung am Vormittag: Am Vorabend darf bis 22h gegessen und getrunken werden. Am Untersuchungsmorgen muss auf Essen, Trinken und Rauchen verzichtet werden. Medikamente können mit einem halben Glas Wasser morgens noch eingenommmen werden.
Bei einer Magenspiegelung am Nachmittag: Morgens ist bis 8 Stunden vor der Untersuchung ein Frühstück erlaubt. Danach nur noch klare Flüssigkeit wie Wasser, Tee oder Brühe ohne Einlage trinken. 2 Stunden vor der Untersuchung bitte nicht mehr trinken!

Wie läuft die Untersuchung ab?
Es wird eine örtliche Betäubung in den Rachen gesprüht. Auf Wunsch und sofern keine wesentlichen medizinischen Bedenken bestehen, kann auch eine “Schlafspritze” gegeben werden, so dass sich der Patient hinterher nicht mehr an die Untersuchung erinnert. Für die Untersuchung wird ein schlauchartiges Gerät über die Speiseröhre in den Magen und weiter in den Zwölffingerdarm eingeführt. Zur feingeweblichen Untersuchung werden schmerzfrei kleine Gewebeproben aus der Magenschleimhaut entnommen, die anschließend mikroskopisch untersucht werden. Dabei wird auch festgestellt, ob eine Infektion mit dem, im Magen vorkommenden, Helicobacter pylori Bakterium vorliegt.

Ist die Untersuchung mit Risiken verbunden?
In sehr seltenen Fällen kann es danach zu Blutungen kommen, welche sich in blutigem Stuhlgang oder schwarzem Stuhlgang bemerkbar machen würden.

Was ist nach der Untersuchung zu bedenken?
Aufgrund der örtlichen Rachenbetäubung muss nach der Untersuchung ca. 1 Stunde auf Essen und Trinken verzichtet weren. Entscheidet man sich für die “Schlafspritze”, besteht anschließend zusätzlich eine 24-stündige Verkehruntüchtigkeit d.h. man darf weder zu Fuß, noch mit dem Fahrrad oder Auto am Verkehr teilnehmen. Deshalb ist es günstig, wenn man von Freunden oder Angehörigen abgeholt wird. Wird die Untersuchung ohne “Schlafspritze” durchgeführt, besteht diese Einschränkung nicht.